Matratze: hart oder weich?

Falscher Mythos bleibt stur verwurzelt

Matratze: hart oder weich? Wird vielleicht doch falsch beraten? Wir zeigen Ihnen warum viele Missverständnisse entstehen.
Matratze: hart oder weich? Wird vielleicht doch falsch beraten?

Eine Matratze zu kaufen ist für viele eine Herausforderung. Das Überangebot auf dem Matratzenmarkt ist enorm. Der Konsument ist überfordert. Es gibt tausende Matratzen. Welche sollen Sie denn bloss anschaffen?

 

Kennen Sie Aussagen wie «hart liegen wäre gesund für den Rücken»? Oder «wenn man Rückenprobleme hat, bräuchte man nur ein Brett unter die Matratze zu legen»? Lesen Sie hier, wieso dies definitiv nicht stimmt und es Unsinn wäre, einfach irgendwo eine Matratze zu kaufen! Lassen Sie sich erst kostenlos und vor allem persönlich beraten! Die Antwort vorweg: ja, wir bieten solche gratis Beratungen an und zwar herstellerneutral.

 

Also, dieser Doktrin «hart liegen bei Wirbelsäulen-Problemen» hält sich seit Jahrzehnten noch erstaunlich hartnäckig in den Köpfen der Bettenkäufer, und noch viel schlimmer, in den Köpfen der Bettenverkäufer. Der Haken ist, es fördert mehr Probleme, als dass diese gelöst werden.

 

Denn wie Sie vermutlich von dieser Webseite bereits wissen, sollten Ihre Schultern und Hüften auf der Seite bequem einsinken können. Denn die Seitenlage ist die optimalste Lage, um zu entspannen, wenn sie wirklich passt. Wenn ein breitschultriger Mann jetzt eine feste Matratze bekommt oder eine schlanke und leichte Dame eine straffere Matratze wünscht, ist ein genügendes Einsinken dieser Körperteile schlicht unmöglich. Macht schon irgendwie Sinn, oder? 

 

Tipp: wählen Sie so weich als möglich

Viele unserer Interessenten sagen, dass sie auf weichen Betten nicht liegen können. Das macht ergonomisch auch Sinn, denn sie meinen damit natürlich «weich-hängend». Die Matratze sollte in der Schulter und Hüfte richtig weich sein. Und klar fragen Sie sich jetzt, wie denn eine Matratze das alleine lösen soll. Sie brauchen natürlich einen Lattenrost, welcher Ihre Taille stützt, damit es im Lendenbereich keinen Knick gibt. Seien Sie jedoch achtsam, denn es gibt sehr wenige Lattenroste, welche das wirklich können. Im Zweifelsfall wählen Sie bitte immer die etwas weichere Matratze. Am besten Kaltschaum und ohne viele Schichten und Schnick-Schnack.

Ich möchte Lösungen, keine Erklärungen:


Woher kommt diese irrige Meinung «hart liegen wäre gesund für den Rücken»? Früher gab es oftmals Gitterpritschen unter den Matratzen. Kennen Sie diese noch? Darauf lag meistens eine harte, feste Rosshaar-Matratze. Für die damalige Zeit war das sicher komfortabler, als auf Stroh zu schlafen. Nach einer lächerlichen Betriebsdauer von ca. 25 Jahren (meistens auch schon viel früher) war die Matratze selbstverständlich durchgelegen. Das bedeutete, sie wurde weich-hängend. Die darunter gelegene, ausgeleierte Gitterpritsche konnte die durchhängende Wirbelsäule natürlich unmöglich gerade halten. Der Körperschwerpunkt, das Becken, zwang den Liegenden in eine bananen-ähnliche Liegehaltung. Selbstverständlich ist Ihnen bereits klar, dass weich-hängend bei Rückenproblemen und Verspannungen massive Probleme bereiten würde. Als damals Menschen Rückenschmerzen im Bett hatten, legte man also ein Brett (oder Türe) unter die Matratze und somit war es nicht mehr hängend, sondern eher wieder gerade. Die Schmerzen wurden somit gemindert und so entstand der irrige Glaubenssatz „bei Rückenschmerzen müsste man hart liegen“.

 

Die Auswahl eines (zu) festen Bettes bringt ganz grosse Nachteile. In der Seitenlage würde der Arm in den Körper gedrückt, weil kein Platz da wäre, um die Schulter abzusenken. Wenn Sie längere Zeit so in der Tiefschlafphase verbringen würden, wären Schulterprobleme und Nackenverspannungen sehr wahrscheinlich. Ameisenlaufen in den Armen und Händen würde häufiger vorkommen. Der Druck auf die Schulter, welcher über das Schlüsselbein direkt auf die Halswirbelsäule übertragen würde, löste, abgesehen von den Druckschmerzen in der Schulter, nun Verspannungen im Nacken-Hals-Schlüsselbein-Bereich aus. Deshalb beobachteten wir häufig breitschultrige, kräftige Männer, welche den Arm als Kopfkissen umfunktionierten, und dem Schulterdruck auswichen. Wenn das nicht genügte, drehten sie auf die weniger schlechte Rückenlage, was die Kreuzschmerzen wiederum förderte. Das Schnarchen wäre dann nur eine der vielen negativen Begleiterscheinungen.

 

Schlanke Frauen würden sich aus genau demselben Grund sogar manchmal auf den Bauch drehen. Das Abknicken der Taille wäre unangenehm für den zarten Körper. Auch das würde vielfach zu Verspannungen und Schmerzen führen. Liegeprofis nennen die Rücken- und Bauchlage sogenannte «Fluchtlagen», denn man flüchtete aus der eigentlich optimalen Seitenlage. Da diese offenbar nicht passte, würden sie sich in eine weniger schlechte Position, die vermeintlich bequemer wäre, drehen.

 

Zu harte Matratzen würden auch ein Einsinken der Hüfte verhindern und würden einen entsprechend hohen Druck auf das empfindliche Hüftgelenk ausüben, was sehr unangenehm wäre. Zusätzlich hinge die Lendenwirbelsäule durch das «Aufbocken der Hüfte» durch, was Kreuzschmerzen ganz stark verschlimmern würde. Sehr oft würde deshalb der Körper auch hier mit einer Fluchtlage reagieren. Liegen Sie auch noch in der sogenannten Bewusstlosen-Lagerung da? Das obere Bein abgekippt und angewinkelt? Ja? Das tun Sie nur noch, um dem Hüftdruck auszuweichen. Der Haken ist, es ergibt eine Verdrehung in die empfindliche Lendenwirbelsäule und man bekäme Kreuzschmerzen. Sie stellen immer mehr fest: es darf für Sie perfekt passen!

 

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